Wer wir sind

Unsere Geschichte seit 1911

Es beginnt im April 1911 in einer kleinen Backstube am Schonenberg in Bocholt. Dort steht Alfons Conrad, Bäckermeister aus Leidenschaft. Er knetet Teig im Schein einer Gaslampe, während draußen Pferdefuhrwerke über das Kopfsteinpflaster rumpeln. Niemand ahnt zu diesem Zeitpunkt, dass aus seiner kleinen Bäckerei einmal ein Familienbetrieb entstehen wird, der mehr als ein Jahrhundert überdauert.

Schon wenige Jahre später zieht der Betrieb an den Mussumer Kirchweg, damals noch am Rand der Stadt und angeblich erst das dritte Haus an der Straße. Neben der Backstube entsteht ein kleiner Kolonialwarenladen. Backwaren, Milch, Käse, Obst, Gemüse und Waren des täglichen Bedarfs gibt es nun unter einem Dach.

1923 schließt sich die Bäckerei der damaligen REWE in Bocholt an. Aus dieser Verbindung entwickelt sich eine Partnerschaft, die alle Veränderungen und Fusionen überdauert hat. Bis heute sind wir Genossenschaftsmitglied der heutigen REWE Dortmund.

Nach schweren Kriegsjahren und einem weiteren Neuanfang übernimmt 1953 der Schwiegersohn des Firmengründers, Bäckermeister Theodor Bors sen., den Familienbetrieb. Aus der Bäckerei Conrad wird die Bäckerei Bors. Damit steht erstmals der Name über der Ladentür, den unser Unternehmen noch heute trägt.

Mit handwerklicher Präzision, Mut und großer Verantwortung führt Theodor Bors sen. die Bäckerei weiter. Der Betrieb am Mussumer Kirchweg wird modernisiert und immer wieder erweitert.

1976 übernimmt mit Theodor Bors jun. die dritte Generation. Es beginnt eine Zeit des Wachstums und neuer Ideen. 1977 eröffnet die erste Filiale am Bocholter Busbahnhof. 1984 beginnt Theodor Bors jun. als einer der ersten Bäcker in Bocholt damit, Brötchen und Kleingebäck direkt in den Filialen zu backen.

Der Duft frisch gebackener Brötchen gehört fortan nicht mehr nur zur Backstube, sondern unmittelbar zum Einkaufserlebnis unserer Kunden.

Die achtziger und neunziger Jahre stehen für Innovationsfreude und Wachstum. Brot und Brötchen werden zeitweise mit Quellwasser und Mineralwasser gebacken. Selbst die Bild Zeitung berichtet darüber. Unsere prämierten Christstollen werden zunächst deutschlandweit und mit dem Aufkommen des Internets schließlich in alle Welt verschickt. Rund um Chicago und Washington werden sie auf Weihnachtsmärkten und in Gourmet Shops verkauft.

Gleichzeitig wächst das Filialnetz. Die Backstube am Mussumer Kirchweg wird mehrfach erweitert und 1997 mit einer Investition von fast zwei Millionen Mark grundlegend modernisiert.

Im Januar 2006 übernimmt Bäckermeister Bastian Bors in vierter Generation den Familienbetrieb.

Tradition und modernes Bäckerhandwerk werden weiter miteinander verbunden. Neue Verkaufsstellen und Cafés entstehen. Zahlreiche Prämierungen bestätigen die Qualität unserer Backwaren. Doch irgendwann stößt auch die immer wieder erweiterte Backstube in Bocholt endgültig an ihre Grenzen.

2012 beginnt deshalb ein neues Kapitel.

Nach 101 Jahren verlässt die Backstube Bocholt und zieht nach Hamminkeln. Direkt an der B 473 entsteht mit einer Investition von fast sechs Millionen Euro eine neue Produktionsstätte mit Backstubencafé. Moderne Öfen, Silos, Kühlflächen und neue Aufarbeitungstechnik schaffen Platz für die weitere Entwicklung des Unternehmens.

Die folgenden Jahre bringen neue Cafés und Verkaufsstellen in der Region. Die Backstube wird mehrfach erweitert. 2021 beginnt eine Kooperation mit Aldi Süd für regional gebackene Spezialitäten. Auf dem Gelände in Hamminkeln entsteht ein Ionity Ladepark mit sechs Schnellladesäulen.

Besonders stolz sind wir auf die Auszeichnungen mit dem Bundesehrenpreis des Deutschen Bäckerhandwerks. 2023 erhalten wir ihn auf der iba in München, 2025 folgt die zweite Auszeichnung auf der iba in Düsseldorf. Mehr als vierzig unserer Backwaren wurden inzwischen mit Gold ausgezeichnet.

Diese Preise tragen zwar unseren Namen, sie gehören aber unserem gesamten Team. Denn gutes Bäckerhandwerk entsteht nicht durch Maschinen oder Gebäude. Es entsteht durch Menschen, die ihr Können und ihre Erfahrung jeden Tag aufs Neue einbringen.

Heute bieten wir unsere Backwaren in 22 eigenen Verkaufsstellen an.

Vieles hat sich seit 1911 verändert. Aus der kleinen Backstube am Schonenberg ist ein moderner Handwerksbetrieb geworden. Pferdefuhrwerke sind verschwunden, aus der Gaslampe wurde moderne Technik und aus einem einzelnen Laden ein Unternehmen mit zahlreichen Standorten.

Eines ist geblieben.

Wir backen mit Zeit, mit guten Zutaten, mit handwerklichem Können und mit dem Anspruch, unseren Kunden jeden Tag gute Backwaren anzubieten.

Unsere Geschichte ist deshalb nicht nur eine Geschichte von Gebäuden, Filialen und Investitionen. Sie ist vor allem eine Geschichte von Menschen. Von vier Generationen unserer Familie. Von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die den Betrieb geprägt haben. Von Kunden, die uns teilweise seit Generationen begleiten. Von Mut zu Veränderungen und vom Respekt vor dem, was vor uns geschaffen wurde.

Und diese Geschichte geht weiter.

Jeden Morgen, wenn in unserer Backstube das Licht angeht und der erste Teig des Tages entsteht.

Ihr Bäckermeister
Bastian Bors

 

 

 

schon 115 Jahre Bors

Unsere Geschichte im Überblick

1911 | Der Anfang

Im April gründet Bäckermeister Alfons Conrad, der Urgroßvater des heutigen Inhabers Bastian Bors, seine Bäckerei am Schonenberg in der Bocholter Innenstadt.

1914 | Umzug zum Mussumer Kirchweg

Der Betrieb zieht in den damaligen Randbereich der Stadt. Neben der Backstube entsteht ein kleiner Kolonialwarenladen.

1923 | Beginn einer langen Partnerschaft

Anschluss an die damalige REWE in Bocholt. Nach zahlreichen Fusionen ist daraus die heutige REWE Dortmund eG entstanden. Bis heute sind wir Genossenschaftsmitglied und beziehen unter anderem Obst, Gemüse und ausgewählte Handelswaren über die Genossenschaft.

1953 | Aus Conrad wird Bors

Elisabeth Conrad, die älteste Tochter des Firmengründers, heiratet den Bäckermeister Theodor Bors sen. aus Herten. Am 10. Februar 1953 übernimmt er den Betrieb von Alfons Conrad.

Aus der Bäckerei Conrad wird die Bäckerei Bors.

1955 | Modernisierung

Die erste größere Renovierung und Modernisierung des Betriebs findet statt.

1957 | Abschied vom Firmengründer

Alfons Conrad verstirbt im Mai im Alter von 73 Jahren.

1966 bis 1975 | Der Betrieb wächst

Die Verkaufsfläche am Mussumer Kirchweg wird in mehreren Etappen von rund 70 auf 275 Quadratmeter erweitert.

1976 | Die dritte Generation

Im April übernimmt Theodor Bors jun. den Betrieb von seinem Vater. Ein langer Ruhestand ist Theodor Bors sen. nicht vergönnt. Er verstirbt bereits im Dezember desselben Jahres im Alter von 65 Jahren.

1977 | Die erste Filiale

Im März eröffnet die erste Bors Filiale am damaligen Bocholter Busbahnhof. Heute befindet sich an dieser Stelle die Deutsche Bank.

1984 | Frisch gebacken in der Filiale

Theodor Bors jun. beginnt als einer der ersten Bäcker in Bocholt damit, Brötchen und Kleingebäck direkt in den Filialen zu backen.

1987 | Backwaren für das Bonner Sommerfest

Bors beliefert das Bonner Sommerfest des EU Präsidenten mit Backwaren.

1988 | Backen mit Quellwasser

Brot und Brötchen werden mit Quellwasser und Mineralwasser gebacken. Im Februar 1989 berichtet sogar die Bild Zeitung darüber.

1989 | Christstollen gehen auf Reisen

Unsere prämierten Christstollen werden erstmals deutschlandweit verschickt.

1992 bis 1996 | Expansion

Die Backstube am Mussumer Kirchweg benötigt immer mehr Platz. Schrittweise werden Flächen des angrenzenden REWE Marktes für die Produktion genutzt.

Der zuletzt rund 350 Quadratmeter große Markt wird schließlich auf einen etwa 100 Quadratmeter großen Bäckerladen mit Handelswarensortiment sowie Wurst und Käsetheke verkleinert.

Gleichzeitig wächst Bors auf sieben Filialen in Bocholt, Rhede, Hamminkeln und Isselburg.

Handel ist Wandel. Schon damals.

1997 | Zwei Millionen Mark für die Backstube

Die Backstube am Mussumer Kirchweg wird grundlegend umgebaut. Fast zwei Millionen Mark fließen in vier neue Backöfen, zusätzliche Kühlflächen und eine neue Brötchenproduktion.

1998 bis 2001 | Unsere Stollen gehen in die Welt

Das Internet eröffnet neue Möglichkeiten. Die Nachfrage nach unseren Christstollen wächst und wir versenden sie nun weltweit.

Zeitungen und Rundfunksender berichten über den Stollenversand sowie über den Verkauf unserer Produkte auf Weihnachtsmärkten und in Gourmet Shops im Raum Chicago und Washington.

2000 | Einer der besten Bäcker Deutschlands

Das Feinschmecker Magazin zeichnet uns erstmals als einen der besten Bäcker Deutschlands aus.

2002 bis 2005 | Weitere Standorte

Das Filialnetz wächst weiter. Neue Standorte entstehen unter anderem in Isselburg, Rhede und Wesel.

2006 | Die vierte Generation

Im Januar übernimmt Bäckermeister Bastian Bors den Familienbetrieb in vierter Generation.

2007 bis 2010 | Qualität und Wachstum

Unsere Backwaren erhalten regelmäßig Auszeichnungen und Prämierungen. Gleichzeitig entstehen weitere Verkaufsstellen in Wesel und Rees.

Die Backstube am Mussumer Kirchweg stößt endgültig an ihre Grenzen.

2011 | 100 Jahre Bors

ProSieben begleitet uns in der Karnevalszeit. In der Sendung Galileo entsteht ein zwölfminütiger Bericht über das Berlinerbacken bei Bors.

Im April feiern wir unser 100 jähriges Firmenjubiläum.

Gleichzeitig beginnt das letzte vollständige Jahr mit unserem Hauptsitz in Bocholt.

2012 | Obermeister

Im März wird Bastian Bors zum Obermeister der heutigen Bäcker und Konditoreninnung Westmünsterland gewählt.

2012 | Ein neues Zuhause in Hamminkeln

Im April, im 101. Jahr unserer Firmengeschichte, zieht die Backstube von Bocholt nach Hamminkeln.

Direkt an der B 473 entstehen die neue Backstube und das Backstubencafé. Fast sechs Millionen Euro werden in die neuen Räumlichkeiten sowie in Silos, Öfen, Kühlung und moderne Aufarbeitungstechnik investiert.

2013 bis 2019 | Das Café wird wichtiger

Wir richten unser Filialnetz zunehmend auf moderne Selbstbedienungscafés aus und ziehen uns teilweise aus klassischen Vorkassenbereichen des Lebensmitteleinzelhandels zurück.

Neue Standorte entstehen unter anderem in Wesel Feldmark, Xanten, Isselburg und Rhede.

2018 | Die Backstube wächst

Die Backstube in Hamminkeln wird erstmals erweitert. Rund 80 Quadratmeter zusätzliche Kühlfläche und drei weitere Öfen entstehen. Insgesamt verfügen wir nun über rund 120 Quadratmeter Backfläche.

2021 | Regionales Backen mit Aldi Süd

Im Rahmen des Konzepts regionales Backen beginnt die Zusammenarbeit mit Aldi Süd. Rund 30 Filialen werden mit 15 ausgewählten Bors Spezialitäten beliefert.

2022 bis 2023 | Investitionen in die Zukunft

Die Backstube in Hamminkeln wird ein zweites Mal erweitert. Weitere rund 260 Quadratmeter Kühlfläche entstehen.

Auf unserem Gelände wird ein Ionity Ladepark mit sechs Schnellladesäulen errichtet.

Zudem erwerben wir ein rund 3300 Quadratmeter großes Nachbargrundstück und schaffen damit weitere Entwicklungsmöglichkeiten für unseren Standort.

2023 | Bundesehrenpreis in München

Auf der iba in München werden wir mit dem Bundesehrenpreis des Deutschen Bäckerhandwerks ausgezeichnet.

Eine besondere Anerkennung für die Qualität unserer Backwaren und vor allem für die tägliche Arbeit unseres gesamten Teams.

2025 | Zum zweiten Mal Bundesehrenpreis

Auf der iba in Düsseldorf erhalten wir erneut den Bundesehrenpreis des Deutschen Bäckerhandwerks.

Mehr als vierzig unserer Backwaren sind inzwischen mit Gold ausgezeichnet.

Heute | Und die Geschichte geht weiter

Aus der kleinen Backstube des Jahres 1911 ist ein moderner Familienbetrieb mit 22 eigenen Verkaufsstellen geworden.

Vier Generationen haben das Unternehmen bisher geprägt. Jede auf ihre eigene Weise, aber immer mit demselben Anspruch an gutes Bäckerhandwerk.

Auch in Zukunft möchten wir Ihnen jeden Tag das bieten, womit vor 115 Jahren alles angefangen hat:

Täglich frisch unsere gebackene Natur.